Unsere Arbeitswelt ist im stetigen Wandel, geprägt von einer faszinierenden Entwicklung: Immer häufiger arbeiten vier Generationen Seite an Seite. Was auf den ersten Blick wie eine Herausforderung wirkt, birgt in Wahrheit ein enormes Potenzial für Wachstum, Innovation und tieferen Zusammenhalt. Doch wie können Unternehmen diesen "Generationenschatz" heben und sicherstellen, dass wertvolles Wissen nicht verloren geht, sondern weitergegeben wird?
Brücken bauen: Wissen über Generationen hinweg
Hier setzt die wegweisende Forschung von Dr. Anne Burmeister und Prof. Dr. Andreas Hirschi von der Universität Bern an. Sie widmen sich der Kunst des intergenerativen Wissenstransfers – dem gezielten Austausch von arbeitsrelevantem Wissen zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Altersgruppen. Ihr Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte und praktisch umsetzbare Erkenntnisse zu gewinnen, die Unternehmen dabei helfen, diese wertvolle Ressource optimal zu nutzen.
Alter(n) ist Einstellungssache: Stereotypen überwinden, Potenziale entfalten
Ein zentraler Baustein dieser Forschung ist die Entwicklung und Evaluation eines Trainings, das den effektiven Wissensaustausch zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitenden fördert. In Tandems, bestehend aus jeweils einem jüngeren und einem älteren Kollegen, reflektieren die Teilnehmenden über eigene Altersstereotype und erkennen den unschätzbaren Wert ihres eigenen Wissens sowie den ihrer Kolleginnen und Kollegen. Es geht darum, neue Perspektiven zu gewinnen, voneinander zu lernen und gemeinsam eine Kultur der Wertschätzung und des kontinuierlichen Wachstums zu schaffen. So wird nicht nur Wissen gesichert, sondern auch eine stärkere, integrativere Arbeitsgemeinschaft geformt, die für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet ist.




