Die ersten Jahre im Leben eines Menschen sind von unschätzbarem Wert. Sie legen den Grundstein für alles, was danach kommt – von der Entwicklung grundlegender Fähigkeiten bis hin zur Formung der Persönlichkeit. In Europa arbeiten Expertinnen und Experten unermüdlich daran, genau diesen Grundstein zu stärken. Ein umfassender Bericht, der nun bereits in dritter Auflage vorliegt, zeichnet ein detailliertes Bild der frühkindlichen Bildung und Betreuung (FBBE) in 37 Ländern, darunter alle 27 EU-Mitgliedstaaten und zehn Partnerländer. Er beleuchtet kritische Bereiche wie Finanzierung, Zugang, die Qualität des Personals und die Lehrpläne, erweitert um zukunftsweisende Themen wie Mehrsprachigkeit, digitale Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es ist ein Blick in die Gegenwart, der uns ermutigt, die Zukunft proaktiv zu gestalten.
Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder: Ein europäischer Meilenstein
Die Vision einer hochwertigen und zugänglichen frühkindlichen Bildung für alle Kinder Europas ist kein ferner Traum, sondern das Ergebnis engagierter Zusammenarbeit. Schon 2012 entstand aus dem Wunsch der EU-Mitgliedsländer nach einem intensiveren Austausch die Arbeitsgruppe „Frühkindliche Bildung und Betreuung“. Diese Gruppe leistete wegweisende Arbeit und erarbeitete bis 2014 Empfehlungen für einen europäischen Qualitätsrahmen. Diese Bemühungen gipfelten in der Empfehlung des Rates vom 22. Mai 2019, die einen entscheidenden Meilenstein für die europaweite Qualitätsentwicklung in der FBBE darstellt. Sie ist ein klares Signal: Europa steht für einen starken Start ins Leben. Auch wenn die vollständige, nahtlose Unterstützung für Familien, die wir uns alle wünschen, noch oft die Ausnahme bildet, so zeigt dieser gemeinsame Weg doch eindrucksvoll, welches Potenzial in der europäischen Zusammenarbeit liegt, um jedem Kind die bestmöglichen Chancen von Anfang an zu ermöglichen.




