Es ist ein Schatz, der oft unentdeckt bleibt, verborgen in der reichen Erfahrung und dem tiefen Wissen älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aktuelle Studien zeichnen jedoch ein ernüchterndes Bild: Lediglich fünf Prozent der Unternehmen beziehen ältere Arbeitnehmer aktiv in ihre Weiterbildungsaktivitäten ein – eine Zahl, die seit 2002 sogar leicht gesunken ist. Das Bewusstsein für die enormen Potenziale, die in dieser Gruppe schlummern, scheint in vielen Betrieben noch nicht ausreichend verankert zu sein. Dabei sind genau diese Menschen mit ihren typischen Kompetenzen, ihrer Problemlösungskompetenz und ihrem oft unerschütterlichen Engagement von unschätzbarem Wert.
Lebenslanges Lernen: Eine Investition, die sich auszahlt
Die Potenziale älterer Beschäftigter sind offensichtlich: Ihre umfassende Erfahrung, ihre Fähigkeit zur Problemlösung und ihr oft unerschütterliches Engagement sind im betrieblichen Alltag von unschätzbarem Wert. Instrumente wie Employability-Programme, gezielte Weiterbildung und vor allem die Förderung des Lebenslangen Lernens werden jedoch bisher nur in einem Drittel der Unternehmen systematisch genutzt. Dabei zeigen Vorreiter wie Segmüller mit horizontalen Karrieren, BASF mit erfolgreichen lebenslangen Lernprogrammen, die Kreissparkasse Ludwigsburg mit institutionalisiertem Wissenstransfer durch Mentoring, Phoenix Contact mit betrieblicher Gesundheitsförderung und Lufthansa Technik mit der langfristigen Nutzung wertvollen Know-hows, wie sich Engagement für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vielfach auszahlt. Sie alle beweisen: Eine Kultur, die auf kontinuierliches Lernen und die Wertschätzung jeder Lebens- und Arbeitsphase setzt, ist nicht nur fairer, sondern auch klüger und zukunftsorientierter. Es ist Zeit, diese Schätze zu heben und das volle Potenzial einer vielfältigen Belegschaft zu entfalten.




