In der vielfältigen Welt der Hochschulbildung gibt es Persönlichkeiten, deren akademischer Weg nicht nur eine persönliche Reise, sondern auch ein bahnbrechendes Erlebnis für ihre gesamte Familie darstellt. Am Europäischen Hochschulinstitut (EUI) kommen Forschende und Studierende aus aller Welt zusammen, jede und jeder mit einer einzigartigen Lebens- und Bildungserfahrung. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den sogenannten „First-Generation“-Akademikerinnen und -Akademikern – jenen Studierenden, deren Eltern oder Erziehungsberechtigte keinen Hochschulabschluss erworben haben.
Diese mutigen Pioniere stehen oft vor spezifischen Herausforderungen, die über die üblichen akademischen Hürden hinausgehen. Es fehlt vielleicht an einem vertrauten Umfeld, an Vorbildern oder Netzwerken, die den Weg durch die Universität erleichtern könnten. Doch das EUI erkennt nicht nur diese Herausforderungen an, sondern hat sich zur Aufgabe gemacht, konkrete Lösungen und umfassende Unterstützung zu bieten.
Gemeinschaft und Mentoring als Fundament des Erfolgs
Das EUI bekennt sich fest zu Diversität, Gleichheit und Inklusion. Im Rahmen dieser Strategie wird die soziale Zusammensetzung der Studierendenschaft genau beobachtet, wobei dem Bildungsniveau der Eltern besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Zahlen sprechen für sich: Bis zu 25 % der neu zugelassenen Doktoranden sind die ersten in ihrer Familie, die einen Universitätsabschluss erwerben, und sogar rund 85 % sind die Ersten, die eine Promotion anstreben. Diese beeindruckenden Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit und Relevanz der Förderprogramme.
Um diese Talente bestmöglich zu begleiten, hat das EUI ein engagiertes Netzwerk ins Leben gerufen. Es besteht aus First-Generation-Fakultätsmitgliedern, Postdoktoranden und Alumni, die selbst diesen Weg gegangen sind. Sie bieten nicht nur Ressourcen und Einblicke, sondern vor allem Inspiration und Ermutigung. Sie sind lebende Beweise dafür, dass der Erfolg möglich ist und dass man auf diesem Weg nicht allein ist.
Ein zentraler Baustein der Unterstützung sind Peer-Group-Programme. Diese kleinen, sicheren Räume ermöglichen es First-Generation-Doktoranden und Masterstudierenden, sich informell auszutauschen, gemeinsame Erfahrungen zu teilen und festzustellen, dass ihre Fragen und Zweifel normal sind. Der Akademische Dienst unterstützt aktiv die Organisation dieser Gruppen, die zu wichtigen Ankerpunkten in der akademischen Reise werden.
Darüber hinaus hat eine Umfrage gezeigt, wie wertvoll individuelle Gespräche mit EUI-Professorinnen und erfahrenen Forschenden sind. Diese persönlichen Mentorings helfen, potenzielle Nachteile zu adressieren und individuelle Strategien für den Erfolg zu entwickeln. Sie bieten eine unschätzbare Orientierung und stärken das Selbstvertrauen.
Das EUI schafft mit diesen Initiativen nicht nur ein unterstützendes Umfeld, sondern sendet eine klare Botschaft: Jeder, der den Mut hat, neue Wege zu beschreiten, soll die bestmögliche Chance erhalten, sein volles Potenzial zu entfalten. Es ist eine inspirierende Geschichte von Gerechtigkeit, Gemeinschaft und dem unerschütterlichen Glauben an die Kraft der Bildung, die Türen öffnet und Leben verändert.




