In einer Welt, die sich stetig wandelt, ist es die wahre Stärke der Bildung, unsere jungen Menschen nicht nur auf die Gegenwart, sondern vor allem auf die Zukunft vorzubereiten. Eine inspirierende Entwicklung zeigt sich in Europa, wo „Unternehmergeist“ längst mehr ist als nur das Gründen von Unternehmen. Er wird als eine grundlegende Lebenskompetenz verstanden, die das Potenzial hat, unsere Gesellschaft nachhaltig zu prägen.
Mehr als nur Firmen gründen: Was Unternehmergeist wirklich bedeutet
Der Kern dieses Ansatzes ist die Fähigkeit, Ideen in die Tat umzusetzen und Wert für andere zu schaffen. Es geht darum, Chancen zu erkennen, effektiv im Team zu arbeiten, Unsicherheiten zu managen und Ressourcen geschickt zu mobilisieren. Diese Fertigkeiten sind unverzichtbar, um sich in einer immer komplexeren Welt zurechtzufinden und aktiv an ihrer Gestaltung mitzuwirken. Europa hat dies erkannt und sein Bildungswesen strategisch neu ausgerichtet.
Drei Viertel der europäischen Bildungssysteme integrieren unternehmerisches Denken bereits vom Grundschulalter an in den Lehrplan – fächerübergreifend von den Naturwissenschaften über die Geisteswissenschaften bis zu den Künsten. Dieser koordinierte, strategische und groß angelegte Ansatz zeigt Wirkung: Millionen von Studierenden nehmen jährlich an Start-up-Simulationen, sozialen Innovationsprojekten und Gemeinschafts-Challenges teil. Dies stärkt ihr Selbstvertrauen, fördert ihre Kreativität und lehrt sie, durch Machen, Gestalten und Reflektieren zu lernen.
Die Ergebnisse sind beeindruckend: Studierende, die auf diese Weise unternehmerisch lernen, zeigen höhere Problemlösungskompetenzen, bessere Teamfähigkeit und eine gesteigerte Beschäftigungsfähigkeit. Sie sind auch eher überzeugt davon, wirklich etwas bewirken zu können. Während einzelne Initiativen, wie sie beispielsweise die Young Enterprise Scheme in Neuseeland fördert, immens wertvoll sind, zeigt das europäische Modell, welch transformative Kraft ein systematischer und strategischer Rahmen entfalten kann.
An der Epoka University erleben meine Bachelor- und Masterstudierenden beispielsweise gerade hautnah, wie die Brücke zwischen akademischem Wissen und realer Wirkung geschlagen wird. Sie nehmen am europäischen Programm SFF Learn teil, einer Initiative von Start for Future, die Lernenden ermöglicht, ihr Wissen in die Praxis umzusetzen. Als Teil unseres Weges hin zu einer unternehmerischen Universität fördern wir erfahrungsbasiertes Lernen, Innovation und Zusammenarbeit – alles mit dem Ziel, Studierenden zu befähigen, nachhaltigen Wert für die Gesellschaft zu schaffen. Initiativen wie SFF und das LEARN-Programm sind leuchtende Beispiele dafür, wie interdisziplinäre, praxisnahe Bildung unternehmerische Denkweisen fördert und sinnvolle, langfristige Veränderungen weit über das Klassenzimmer hinaus vorantreibt. Ich lade alle Bildungsakteure und Innovationspartner ein, die Start for Future Plattform zu erkunden und Teil dieser dynamischen europäischen Innovationsgemeinschaft zu werden.




