Stellen Sie sich einen Kontinent vor, auf dem Lernen keine Grenzen kennt, wo jeder Studierende und Lehrende neue Horizonte entdecken, vielfältige Kulturen erleben und sein Wissen weit über nationale Grenzen hinaus erweitern kann. Dies ist nicht nur ein Traum; es ist eine lebendige Realität für Tausende, sorgfältig gefördert durch engagierte Initiativen in ganz Europa. Bei „Bildung wirkt!“ sind wir fest davon überzeugt, dass solche grenzüberschreitenden Erfahrungen nicht nur individuelle Lebenswege bereichern, sondern auch das Fundament für ein starkes, vernetztes Europa legen.
Die Kultusministerkonferenz setzt sich mit Nachdruck dafür ein, die Hürden abzubauen, die diesem freien Fluss des Wissens noch entgegenstehen. Sie begrüßt die Vielzahl an Initiativen der Europäischen Union und des Bologna-Prozesses, die darauf abzielen, die Mobilität im Bildungsbereich zu stärken. Programme wie das EU-Bildungsprogramm für Lebenslanges Lernen und die Europäischen Qualifikationsrahmen sind dabei unverzichtbare Säulen.
ERASMUS: Ein Leuchtturm der Mobilität
Besonders hervorzuheben ist das ERASMUS-Programm, ein wahres Erfolgsmodell der europäischen Bildungsgemeinschaft. Seit über zwei Jahrzehnten ermöglicht es Studierenden und Lehrenden, unschätzbare Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Die Zahlen sprechen für sich: Im Hochschuljahr 2008/2009 erreichte die Zahl der ERASMUS-geförderten Studierenden mit rund 28.000 einen neuen Höchststand – ein eindrucksvoller Beleg für die Strahlkraft dieses Programms. ERASMUS trägt maßgeblich dazu bei, den europäischen Hochschulraum zu einer gelebten Realität zu machen.
Doch Stillstand ist Rückschritt. Um diesen europäischen Hochschulraum weiter zu festigen und noch zugänglicher zu gestalten, müssen wir gemeinsam weitere Mobilitätshindernisse überwinden und die Programme noch stärker an die dynamischen Bedürfnisse unserer Studierenden anpassen. Das bedeutet auch, dass die finanzielle Unterstützung der Studierenden unbedingt den steigenden Lebenshaltungskosten angepasst werden muss – denn Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein.
Die Zukunft des Lebenslangen Lernens sichern
Aus Sicht der deutschen Länder hat sich das EU-Programm für Lebenslanges Lernen als ein bewährtes Instrument zur Förderung der Mobilität junger Menschen erwiesen. Es ist daher ein klares Anliegen, dieses Programm nach dem Ende der aktuellen Förderperiode in seiner Grundstruktur fortzuführen und gezielt weiterzuentwickeln. Mit einer gewissen Zurückhaltung begegnen die Länder den Vorschlägen der Europäischen Kommission zur Integration bestehender EU-Bildungsprogramme in die umfassendere Initiative „Jugend in Bewegung“. Die Sorge gilt hier der möglichen Auswirkung auf erfolgreiche und etablierte Programmteile wie COMENIUS oder LEONARDO, deren Wirksamkeit und Ausrichtung nicht durch Umstrukturierungen gefährdet werden sollten.
Unser gemeinsames Ziel ist es, eine europäische Bildungslandschaft zu schaffen, die Vielfalt feiert, Chancen eröffnet und jede Generation dazu ermutigt, über den eigenen Tellerrand zu blicken. Durch kontinuierliche Unterstützung, Anpassung und den Abbau von Barrieren können wir sicherstellen, dass das Versprechen des grenzenlosen Lernens für alle Wirklichkeit wird. Das ist die Vision, für die wir uns bei „Bildung wirkt!“ mit Leidenschaft einsetzen.




